Projektportfolio Management (PMT) - Infrastruktur Print E-mail

Koordiniertes Bauen ist das A und O in der Infrastrukturerhaltung im städtischen Umfeld. Wenn die gleiche Strasse innert kurzer Zeit zweimal aufgerissen wird, kostet dies Geld und Nerven. Der Kanton Basel-Stadt koordiniert alle Erhaltungs- und Bauvorhaben im Bereich der Verkehrsinfrastruktur an zentraler Stelle und mit einem einheitlichen Tool (PM-Tool). Damit Verbunden ist Planungssicherheit, Kosteneffizienz und eine grössere Zufriedenheit aller Beteiligten.

Einleitung / Ausgangslage

Die Koordination der Infrastruktur auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt erfolgte in der Vergangenheit innerhalb der sogenannten Koordinationskommission «Projekte». Darin wurden die Teilsysteme zu Erhaltungsprojekten (inkl. der eventuell gewünschten Umgestaltungen) zusammengefasst. Das Problem bestand nun darin, dass sich zum Teil die einzelnen Teilsysteme erst sehr spät an ein bereits verabschiedetes koordiniertes Projekt anhängten oder sich aus einem solchen Projekt verabschiedet haben. Dies insbesondere deshalb, weil die Koordination auf die Ebene einer Fachabteilung delegiert war und deshalb die notwendigen Verbindlichkeiten in dieser Organisationsform nicht hergestellt werden konnten.
Die Folge waren Umprojektierungen zu einem Zeitpunkt, in der das jeweilige Projekt praktisch fertig geplant war. Dies führte zwar nur selten zu ungenügenden technischen Lösungen aber zu vielen Diskussionen. Strassen wurden in kurzen Zeitabständen aufgerissen oder dringende Erhaltungsmassnahmen wurden mehrere Jahre hinausgeschoben bis betriebliche Störungen nicht mehr ausgeschlossen werden konnten. Diese wiederum passten nicht in die koordinierten Projekte.

Hinzu kam, dass die Entscheide wie ein Projekt zusammengesetzt werden soll, oft auf Basis unvollständiger Informationen gefällt wurden. Eine Übersicht über die Projekte lieferte dann jeweils eine gut gegliederte Projektliste. Auch die Geometrien pro Teilsystem waren zum Teil bekannt jedoch wurden diese einzelnen Teilsystem-Massnahmen nicht auf einen gemeinsamen Stadtplan dargestellt. Da die Informationen der Projektliste auch als Basis für die Mehrjahres-Finanzplanung dienten und die Kosten der einzelnen Teilsystem-Massnahmen zum Zeitpunkt der Koordination nur zum Teil kommuniziert und bekannt waren, kam es in den Budgetrunden und bei den Hochrechnungen immer wieder zu Problemen. Eine verlässliche Mehrjahresplanung auf Projektebene war mit der Summe aller Massnahmen mit dem bestehenden Koordinationsprozess nicht machbar, so dass höchstens zwei bis drei Jahren in die Zukunft geschaut werden konnte. Aus den vorgenannten Gründen wurde eine Arbeitsgruppe im Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt zusammengestellt, welche die Ursachen der aufgetretenen Probleme und mögliche Auswege resp. Verbesserungen aufzeigen soll. Zur Verbesserung der Situation wurde das «Geschäftsmodell Infrastruktur» vorgeschlagen, das der Regierungsrat Basel-Stadt im 2007 verabschiedet und dem Bau- und Verkehrsdepartement, Geschäftstelle Infrastruktur, zur Umsetzung in Auftrag gegeben hat. Die Geschäftsstelle Infrastruktur hat die wesentlichen organisatorischen, finanziellen und technischen Bedingungen im 2008 geschaffen, damit das Geschäftsmodell Infrastruktur ab Anfang 2009 operativ arbeiten konnte.



 
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